Reizdarm Ernährung

Reizdarm Ernährung

Reizdarm ErnährungWenn man an akuten Beschwerden leidet, kann man von einem Reizdarm-Syndrom sprechen, welches von einem Facharzt diagnostiziert wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erklärt, dass ein Patient an einem Reizdarm-Syndrom leidet wenn er häufig Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen oder Verstopfung erleidet. Gleichzeitig, müssen organische Krankheiten oder Lebensmittel-Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden, da in diesen Fällen eine andere Behandlung notwendig ist.

Gründe für einen Reizdarm können außer der Ernährung auch Stress und Sorgen sein. Allergien können auch zu Problemen beitragen.

Da es keine spezielle Reizdarm Ernährung oder Diät gibt, gilt es eine Therapie zu wählen, die Beschwerden lindern kann. Dabei helfen eine Umstellung des Lebensstils und eine individuell abgestimmte Ernährung.


Auf was sollte man bei der Ernährung achten

Leichte Ernährung bei ReizdarmDa bei einem Reizdarm Ernährung eine wichtige Rolle spielt, sollte man die Lebensmittel vorsichtig auswählen. Um die Lebensmittel zu identifizieren, die Beschwerden hervorrufen, ist es hilfreich ein Tagebuch zu führen. In diesem Buch kann man z.B. Nahrungsmittel und Getränke, die man zu sich nimmt festhalten und daneben Wohlbefinden und auftretende Beschwerden notieren. Notiert werden sollten auch Eigenschaften der Lebensmittel, ob diese z.B. heiß, kalt, paniert, frittiert oder stark gewürzt waren. Nur wenn Lebensmittel regelmäßig Beschwerden hervorrufen, sollte man diese meiden. Das ist sinnvoll, um nicht unnötig seine Ernährung einzuschränken. Denn das könnte dann zu einer Mangel- oder Fehlernährung führen.
Zu einer richtigen Reizdarm Ernährung gehört der Verzehr von vollwertigen aber möglichst fettarmen Lebensmittel.

Empfohlenes Essverhalten und richtige Ernährung bei Reizdarm

Bevor man sich als Reizdarm-Patient mit dem richtigen Ernährungsplan beschätigt, sollte man vorher auf wichtige Verhaltensregeln beim Essen achten, um den gereizten Darm nicht unnötig zu belasten.

  • Essen Sie täglich drei kleinere Mahlzeiten und vormittags und nachmittags je eine kleine Zwischenmahlzeit
  • Jeder Bissen sollte gründlich gekaut werden, damit die Verdauung besser vorbereitet wird
  • Nehmen Sie sich zum Essen ausreichend Zeit und vermeiden Sie das Essen im Stehen, beim Lesen oder auch beim Fernsehen
  • Trinken Sie täglich zwischen 1,5-2 Liter Flüssigkeit, wenn möglich Wasser,Kräutertees oder Früchtetee. Die Getränke sollten nicht zu heiß, aber auch nicht zu kalt sein
  • Eine ausreichende Bewegung ist hilfreich um die Reizdarm Beschwerden zu lindern. Wer nicht Sport treiben kann oder will, kann gegebenenfalls auch auf Yoga als ideale Entspannungstechnik ausweichen

Was kann man tun um Reizdarmsymptome zu lindern

Es gibt einiges dass man tun kann, um bei einem Reizdarm Ernährung und Lebensstil zu ändern. Das Ernährungstagebuch kann wichtige Informationen liefern, die helfen können die richtigen Lebensmittel aber auch die Zubereitungsweise der Gerichte zu erkennen. So kann für jemanden z.B. gekochtes Obst verträglicher sein als rohes. Ein paar generelle Ratschläge folgen.

Reizdarm vorbeugen & lindern
Langsam und in Ruhe essen. Dabei sollte man immer gemütlich an einem Tisch sitzen und das Essen Genießen. So nimmt man sich automatisch genügend Zeit um auch besser die Nahrung zu kauen. All das hilft, den Darm nicht zu überfordern.
Mehrere, kleine Mahlzeiten essen, anstatt große aber wenige. Dass hilft, den Darm auf Trab zu halten ohne ihn zu überfordern.
Genug Wasser trinken. Zwei Liter pro Tag sollten mindestens eingenommen werden. Wasser hilft der Magen- und Darmfunktion enorm.
Nicht zu kalte oder zu heiße Getränke trinken. Diese können den Magen und den Darm reizen. Auch zu stark gewürzte Gerichte sollte man aus demselben Grunde meiden.
Kaffee oder Tees, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke sollten sich am besten nicht in einer Reizdarm Ernährung sein.
Süßwaren sollten auch vermieden werden.
Blähende Lebensmittel, wie manche Hülsenfrüchte, sollten mit Vorsicht gegessen werden.
Ballaststoffreiche Lebensmittel bevorzugen. Solche Lebensmittel sind vor allem Vollkornprodukte, Müsli, Obst und Gemüse. Dabei sollte man beobachten, ob nicht manche Obst- oder Gemüsesorten die Symptome verschlechtern. Auch Milchprodukte, wegen der Laktose, könnten Symptome hervorrufen.
Bei Backwaren darauf achten, dass sie genügend ausgebacken sind. Auch frisch gebackene Produkte können zu Symptomen führen.
Joghurt sollte unbedingt zu einer Reizdarm Ernährung gehören. Naturbelassener Joghurt enthält wichtige Enzyme und Bakterien, die für eine gute Darmfunktion nötig ist.
Keine zu abrupte Ernährungsumstellung durchführen. Man sollte Magen und Darm sanft und langsam umgewöhnen, um weitere Probleme zu vermeiden.
Auf die Zubereitungsweise der Gerichte achten.
Kräuter die beruhigend auf Darm und Magen oder krampflösend wirken, bevorzugen. Solche Kräuter sind unter anderem Kümmel, Anis, Salbei und Melisse. Auch Kamille und Fenchel können helfen.
Fettarme Lebensmittel bevorzugen und eine fettarme Zubereitung wählen.
Da bei einem Reizdarm Ernährung nicht die einzige Ursache ist, sollte man versuchen herausfinden, ob Stress oder Sorgen Reizdarmsymptome hervorrufen. Wenn ja, sollte man Entspannungsmethoden ausprobieren. Meditation und Yoga sind besonders gut um Stress abzubauen und das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen.
Einen bewegungsreicheren Lebensstil adoptieren. Bewegung und Sport regen die Darmfunktion an und helfen eine bessere, glücklichere Lebenseinstellung zu erlangen.


Bilder von: freedigitalphotos.net
Autoren (von oben nach unten): Ohmega1982, KEKO64

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