Neurodermitis Ernährung

Neurodermitis Ernährung

Zucker Ernährung bei Neurodermitis?Neurodermitis ist eine weitverbreitete Hauterkrankung, deren Ursache noch nicht vollständig geklärt ist. Das Hauptsymptom ist die Veränderung der Haut. Von Rötungen und trockener Haut bis hin zu nässenden Ekzemen, wird versucht die Symptome zu bekämpfen, während die Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Es wird weiterhin erforscht ob Neurodermitis durch genetische Veranlagung, Probleme mit dem Immunsystem oder Umwelteinflüsse ausgelöst wird. Zum Thema “Neurodermitis Ernährung” gibt es bereits einige Erkenntnisse, die einem bei der Gestaltung der Ernährung helfen sollen. Für Neurodermitis selbst gibt es verschiedene Behandlungsansätze und in der Regel beinhaltet die Behandlung nicht nur Salben, sondern auch Allergietests und eine Abklärung der Lebensumstände.




Neurodermitis Ernährung – Allergien

Zusammen mit Allergien und Umwelteinflüssen wird bei Neurodermitis auch die Ernährung genau beobachtet.
Man weiß, dass bestimmte Ernährungsweisen sich negativ auf die Gesundheit und die Haut auswirken, daher wird dies auch bei Neurodermitis erforscht. Ein Teil dieser Forschung sind die Nahrungsmittelallergien. Der bekannteste Test für Allergien ist der sogenannte „Prick-Test“ (aus dem Englischen „prick“ für „Einstich“). Hier wird die Haut leicht angeritzt und ein Tropfen eines Stoffes auf diesen kleinen Ritz gegeben. Je nach Hautreaktion kann dann abgelesen werden, ob eine Allergie besteht.
Eine andere Methode, eine Lebensmittelallergie festzustellen, ist die sogenannte „Auschlussdiät“. Hier wird gezielt auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet und dabei beobachtet, ob sich während des Verzichtes das Hautbild positiv verändert. Diese Methode ist vor allem in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verbreitet.

So kann es durchaus sein, dass Sie eine bisher nicht erkannte Lebensmittelallergie haben und allein der Verzicht auf dieses Nahrungsmittel, die Neurodermitis lindert.

Die Mythen der Neurodermitis Ernährung

  • „Zucker verschlimmert Neurodermitis“
    Viele Betroffene sagen, dass Zucker die Beschwerden verschlimmert. Daher benutzen Sie Honig oder andere Ersatzstoffe. Es wurden mittlerweile Studien durchgeführt und eine Verschlimmerung der Neurodermitis, durch Zucker, konnte nicht festgestellt werden.
  • Gamma-Linolensäure:
    Dies ist eine dreifach ungesättigte Fettsäure, die man oral einnehmen kann. Wegen ihrer Wirkung gegen Entzündungen und ihrer Aufgabe in der Nervenreizleitung wird ihr nachgesagt bei Neurodermitis gegen eine ursächliche Entzündung und den Juckreiz zu helfen. Jedoch ist die Anwendung umstritten und die Wirkung nicht nachgewiesen.
  • Schwarzkümmelöl:
    Diesem Öl wird ebenfalls nachgesagt, es wirke entzündungshemmend und helfe gegen Juckreiz. Auch hier wurden Studien durchgeführt und im Placebovergleich keine Verbesserung der Neurodermitis erkennbar.

Neurodermitis Ernährung – Die “Pseudoallergien”

Eine Pseudoallergie äußert sich so ähnlich wie eine tatsächliche Allergie, kann jedoch in einem Allergietest nicht festgestellt werden. Hier geht es um Histamine, die aufgenommen, bzw. freigesetzt werden, wenn gewisse Lebensmittel konsumiert wurden.
Einer der Hauptunterschiede ist die sogenannte „Dosis-Wirkungskurve“. Je nach Menge des konsumierten oder freigesetzten Histamins sind die allergischen Symptome leichter oder stärker, während bei einer echten Allergie selbst eine kleine Menge schon eine starke Reaktion auslöst.

Lebensmittel mit hoher Konzentration an Histamin:

  • Geräuchertes Fleisch (zum Beispiel Salami)
  • Fischkonserven
  • Eingelegte Nahrungsmittel (zum Beispiel Essiggurken)
  • Hülsenfrüchte (zum Beispiel Bohnen)
  • Sojaprodukte (zum Beispiel Tofu)
  • Fruchtsäfte und Gemüsesäfte
  • Nüsse
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Manche Früchte (zum Beispiel Erdbeeren)

Lebensmittel, die Histamin freisetzen:

  • Manche Früchte (zum Beispiel Ananas)
  • Manches Gemüse (zum Beispiel Tomaten)
  • Schokolade und Kakao
  • Nahrungsmittelzusätze (zum Beispiel Farbstoffe)

Diese Auflistung ist nicht ausschließlich. Im Internet kann man viele Listen finden, die noch genauer und ausführlicher aufzählen und Zusatzinformationen enthalten.

Ernährungsplan für eine Neurodermitis Ernährung

Neurodermitis ErnährungLeider gibt es keinen perfekten Ernährungsplan, für eine Neurodermitis Ernährung, der für alle Betroffenen gleichermaßen gültig ist. Zwar spielt die Ernährung eine Rolle in der Erkrankung aber die Ausprägung und die Gründe der Erkrankung sind sehr unterschiedlich.
Das Beste, was man tun kann, wenn man bei Neurodermitis Ernährung beachten möchte, ist sich selbst zu beobachten und um seine Allergien zu wissen. Sind Sie allergisch auf Milch? So passen Sie im Alltag stets auf, keine Milchprodukte zu konsumieren. Jedoch wird das jemandem, mit einer Allergie auf Erdbeeren oder Nüsse, kaum weiterhelfen.
Generell sollte man auf Inhaltsstoffe achten. Je mehr Zusatzstoffe (zum Beispiel Geschmacksverstärker oder Farbstoffe) im Produkt enthalten sind, desto weniger sollten dieser konsumiert werden. Greifen Sie, wo oft wie möglich, zu frischen Produkten anstatt zu Eingelegtem oder Verpacktem.

Fachliche Beratung zum Thema “Neurodermitis Ernährung”

Eine Möglichkeit, die Ernährung bei Neurodermitis, auf die richtige Weise umzustellen, ist sich einem Allergietest zu unterziehen. Wenn Nahrungsmittelallergien bestehen, ist es ratsam, entweder mit einem Arzt über eine Ernährungsumstellung zu sprechen, oder zu einem Ernährungsberater zu gehen. Mit dem Gang zum Ernährungsberater wäre dann auch die Möglichkeit gegeben einen idealen Ernährungsplan zu erstellen, der genau auf Sie abgestimmt ist.
Erklären Sie dem Ernährungsberater, dass Sie Neurodermitis haben, und besprechen Sie mit ihm sowohl Ihre Allergien als auch Ihre Vorlieben in der Ernährung. So können Sie entweder gemeinsam einen individuellen Ernährungsplan ausarbeiten oder generelle Informationen zu Neurodermits Ernährung bekommen.


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