Ayurvedische Ernährung

Ayurvedische Ernährung

Ayurvedische ErnährungYoga, Ayurveda Kuren und vieles mehr sind bereits seit mehreren Jahren stark im Trend. Immer mehr gerät das allgemeine Wohlbefinden in den Vordergrund, Crash- Diäten verlieren (Gott sei Dank) an Bedeutung.
Es gerät ins Bewusstsein, dass ein gesunder Körper das um und auf ist, und es nicht nur darum geht, um jeden Preis schlank zu sein, sondern sich dabei wohl zu fühlen, und auf gesunde Art und Weise zu einer guten Figur zu gelangen.
Ayurvedische Ernährung verfolgt genau dieses Konzept. Doch wie sieht dies aus? Wie funktioniert ayurvedische Ernährung, und was kann man damit erreichen?

Was steckt dahinter?

Laut Ayurveda steht die Gesundheit eines Menschen in engem Zusammenhang mit der Balance seines Körpers. Jeder Mensch hat seinen eigenen individuellen Körper. Die ihm innewohnenden Lebensenergien, auch Dosha genannt, werden in Vata, Pitta und Kapha unterteilt.
Ayurvedische GewürzeDiese Lebensenergien sind im Ayurveda für die Regulation der geistigen und körperlichen Funktion des Menschen, sowie dessen Konstitution verantwortlich.
Jeder Mensch wird mit einer ganz individuellen Konstitution, also Zusammensetzung dieser drei Lebensenergien geboren. Dies ist abhängig von den Konstitutionen der Eltern, dem Zeitpunkt der Empfängnis sowie anderen Faktoren.
Ayurvedische Ernährung geht auf diese Doshas ein. Wer sich nun seinem Typ, seiner Konstitution, gerecht ernährt, bleibt schlank und gesund, und dessen Körper und Geist befinden sich im Einklang.
Gemäß diesen Doshas gibt es Gerichte.
Im ersten Schritt heißt es also herauszufinden, welcher Typ man ist. Ist dies geschehen, so kann man dazu übergehen, sich dem gemäß auch zu ernähren.


Was sind die Doshas?

Die Doshas bestehen aus den fünf Elementen Wasser, Feuer, Erde, Raum und Luft.
Jeweils zwei Elemte sind einer Dosha zugeordnet. Gemäß dieser Dosha wird von bestimmten Lebensmitteln abgeraten.
Vata beispielsweise besteht aus Luft und Raum und ist die Lebensenergie. Vata Typen sollten Speisen die blähen vermeiden- dazu zählen beispielsweise Kohl und gereifte Käsesorten.
Die zweite Dosha Kapha setzt sich aus Erde und Wasser zusammen. Sie ist für Wachstum und Gelenkigkeit, sowie die Struktur des Körpers verantwortlich. Kapha Typen sollten leichte Kost zu sich nehmen. Das heißt, sie sollten viel Obst und Gemüse essen, welches durchaus etwas herber und schärfer sein darf.
Die Dritte Dosha Pitta besteht aus den Elementen Feuer und Wasser, und ist für die biochemischen Prozesse des Körpers verantwortlich.
Für Pitta Typen gilt, dass die Mahlzeiten weder zur scharf, zu sauer noch zu salzig sein sollten.

Welche Regeln gibt es?

Wie bei jeder speziellen Ernährungsweise hat auch die ayurvedische Ernährung ihre Regeln, die es zu Befolgen gilt.

Die Grundregeln sind:

  • Essen Sie nur dann etwas, wenn Sie wirklich Hunger haben. Ein Verdauungsvorgang dauert zwischen 3 und 6 Stunden. Erst wenn dieser vollständig abgeschlossen ist, sollten Sie erneut etwas essen.
  • Essen Sie nur bis Sie satt sind. Der Magen sollte nur etwa zu ¾ gefüllt sein- Überessen schadet Ihnen.
  • Auch die Atmosphäre, in der gegessen wird ist wichtig. Schaffen Sie sich eine entspannte und ruhige Umgebung, in der Sie sich wirklich ganz aufs Essen konzentrieren. Lesen, spielen, fernsehen oder arbeiten sind keine gute Kombination mit Essen.
  • Auch Bewegung während des Essens sollten Sie vermeiden. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, und gönnen Sie sich und Ihrem Körper diese Auszeit von ganzem Herzen, denn sie ist wichtig.
  • Nach dem Essen sollten Sie sich weitere 5 – 10 Minuten Ruhe gönnen.
  • Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Frühstück und Abendessen sollten daher klein ausfallen.
  • Nehmen Sie die Mahlzeiten täglich etwa um die gleiche Zeit ein.

Die Grundregeln beziehen sich nicht auf die Lebensmittel selbst, sondern auf das Drumherum. Die Ayurvedische Ernährung sieht aber auch in Bezug auf die Nahrung an sich gewisse Regeln vor.

Nahrungsregeln:

    Ayurvedisches Essen
  • Bereiten Sie die Mahlzeiten stets frisch zu. Aufgewärmte und abgestandene Lebensmittel sollten Sie meiden.
  • Essen Sie so viele warme Mahlzeiten wie möglich, da warmes Essen bekommlicher ist als kaltes.
  • Selbiges gilt auch für Getränke. Grundsätzlich ist es erlaubt, Wasser, Säfte und Lassi in kleinen Schlücken während der Mahlzeiten zu trinken. Vermeiden Sie aber auch hier zu kalte Getränke. Auf Milch sollte während der Mahlzeiten generell verzichtet werden. Lediglich wenn Sie Süßes, Toasts oder Getreideprodukte essen ist sie erlaubt.
  • Wenn Sie Honig essen, dann sollte er nur „roh“ gegessen werden. Zum Backen und Kochen ist er nicht geeignet.
  • Verwenden Sie viele Gewürze. Neben ihren vielfältigen Geschmacksrichtungen haben sie verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit.
  • Verwenden Sie Ghee. Ghee ist das reine Fett von Butter, welches ayurvedische Ernährung besonders hoch schätzt. Grund dafür sind seine gesundheitsfördernden Eigenschaften- es ist gut für die Augen, förderlich für Schönheit und Ausstrahlung, regt die Verdauung an und wirkt sich positiv auf Gedächnis und Körpergewebe aus.
    Verwenden Sie es zum Kochen und Braten, denn es hat einen sehr angenehmen Geschmack und eine ausgleichende Wirkung auf die Doshas Pitta und Vata.

Die Ayurvedische Ernährung geht davon aus, dass Ungleichmäßigkeiten die Prozesse im Körper so weit stören können, dass dadurch Krankheiten verursacht werden.
Gleichzeitig sieht sie die richtige Ernährung aber als ausschlaggebend für einen gesunden und fitten Körper, indem man sich wohl fühlt.


Bilder von: freedigitalphotos.net
Autoren (von oben nach unten): aopsan, artur84, KEKO64

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